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29.01.2019

Die vielen Gesichter des DARKNETS

Vortrag mit Journalist und Autor Stefan Mey


Foto: Ralf Rühmeier

Am Donnerstag, 14. März, ist der Publizist und Darknet-Experte Stefan Mey, zu Gast bei der vhs Schwarzachtal. Er wird aus seinem 2017 erschienenen Buch "Darknet: Waffen, Drogen, Whistleblower" berichten und dabei seine Zuhörer auf eine Reise ins Ungewisse nehmen und erklären, wie das zurzeit bekannteste Darknet funktioniert.

Drogen, Waffen und politische Utopien - in der digitalen Unterwelt im "Darknet" verorten die einen die Freiheit und die Utopien, die das Internet einst versprach. Andere sehen dort alles Schlechte im Menschen verwirklicht. Und tatsächlich gibt es beide Seiten der digitalen Unterwelt.

Verschiedene Medien wie die Washington Post, der Guardian oder die deutsche Tageszeitung taz haben im Darknet abhörsichere Postfächer für Whistleblower installiert, die New York Times und die taz stellen gleich ihre gesamten Inhalte auch im Darknet zur Verfügung. Auch linke IT-Kollektive und Menschenrechtsgruppen haben das Darknet für sich entdeckt.

Es werden aber auch digitale sowie realweltliche Waffen verkauft, und zum Leidwesen vieler Technologie-Aktivisten zirkulieren noch viel üblere Inhalte. In versteckten Darknet-Foren kursiert Kinderpornografie. So sicher, wie sich die Pädophilen dabei wähnen, sind sie zum Glück allerdings nicht, wie die Festnahmen in der letzten Zeit zeigen.

Zurzeit ist das Darknet vor allem eine große Einkaufsmeile für illegale Party-. Entspannungs- und Aufputschdrogen. Sie werden auf hoch professionellen Marktplätzen gehandelt, die die E-Commerce-Mechanismen von Amazon, Otto.de oder Zalando imitieren. Diese auf den ersten Blick verstörende Parallelökonomie bewerten Suchtforscher trotz aller Risiken überraschend differenziert. Ihrer Meinung nach kann Drogenkonsum so sicherer und sauberer werden. Bei diesem "Dark Commerce" entfällt der Offline-Kontakt mit Dealermilieus, und ein ausgefeiltes Bewertungssystem ermöglicht es, die voraussichtliche Sauberkeit von Substanzen zu beurteilen

Am Ende wird Stefan Mey mit den Zuhörern diskutieren, inwiefern die digitale Unterwelt als Gegenmodell zum heutigen Internet mit seiner umfassenden Überwachbarkeit taugt und ob sich dort nicht eines Tages vielleicht sogar ein besseres und freieres Internet der Zukunft entwickeln könnte. Denn, so lautet die These des Referenten: das Internet in seinem heutigen Zustand ist mindestens so besorgniserregend wie das Darknet.

Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr in Altdorf, Raiffeisensaal, Unterer Markt 10, Seiteneingang. Einlass ist um 19:00 Uhr.

Info & Anmeldung hier!




 

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